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Mentale Einstellung

Ihr Ziel, Ihre Ressourcen - Teil 1: Ihr Mottoziel

Obwohl der Wunsch abzunehmen groß ist und viele vernünftige Gründe dafür sprechen, fällt es manchen schwer, dieses Ziel zu verwirklichen. Denn im hektischen Alltag verlieren wir unser Ziel zuweilen aus dem Fokus. Zudem braucht es viel Kraft und Motivation, um alte Gewohnheiten abzulegen und sich einen gesunden und aktiven Lebensstil anzutrainieren. Damit Sie leichter Ihre inneren Kräfte für das Erreichen Ihres Abnehmziels mobilisieren können, wollen wir Ihnen in den kommenden Motivationsbeiträgen das Züricher Ressourcen Modell vorstellen.

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Das Züricher Ressourcen Modell

Das Züricher Ressourcen Modell (ZRM) wurde von Dr. Frank Krause und Dr. Maja Storch als Selbstmanagement-Training entwickelt und als solches bereits sehr erfolgreich z.B. in den Bereichen Gesundheit und Jugendarbeit eingesetzt. Es beruht auf empirischen Studienergebnissen aus dem Bereich der Neurowissenschaften und der Psychologie.

Ein zentraler Ansatzpunkt des Züricher Ressourcen Modells liegt in seiner Ressourcen-Orientierung. Es geht davon aus, dass jeder Mensch alle notwendigen Ressourcen in sich trägt, um seine Probleme zu lösen bzw. seine Ziele zu erreichen. Wie Sie Ihre eigenen Ressourcen aufdecken und sie bewusst für das Erreichen Ihres Ziels einsetzen, wollen wir Ihnen in einer neuen, Ihre Motivation anstachelnde Beitragsreihe verraten.

Die Phasen der Entscheidung

Das Rubikon-Modell veranschaulicht den Prozess, den unsere Entscheidung vom ersten Wunsch über den Entschluss bis hin zur Umsetzung unseres Ziels durchläuft. Es hilft uns dabei, uns über unsere aktuelle Situation, unsere Ziele und Motive bewusst zu werden und uns schrittweise der Zielverwirklichung anzunähern. Dafür gibt uns das ZRM-Modell in jeder Phase nützliche Hilfestellungen an die Hand, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.

1. Phase: Aus Bedürfnissen werden Wünsche

Aus Unzufriedenheit wächst der Wunsch nach Veränderung

Anfangs fühlt sich frau nur dann und wann unwohl in ihrer Haut. Kommt dieses unangenehme Gefühl bei jedem Blick in den Spiegel auf, wünscht sie sich immer mehr, wieder schlank und attraktiv zu sein. In der ersten Phase wächst also aus einer diffusen Unzufriedenheit zunehmend der Wunsch nach wohlproportionierten Kurven.

Hinter unseren Wünschen stehen Bedürfnisse

Hinter diesem bewussten Wunsch stehen wiederum eine Reihe unbewusster Bedürfnisse, Werthaltungen und Vorstellungen, beispielsweise das Bedürfnis nach Anerkennung, Liebe und Geborgenheit, der Wunsch, vom Partner begehrt zu werden, gesünder zu leben und mehr Selbstvertrauen zu erlangen, oder die allgemeine Vorstellung, nur in einem gesunden Körper stecke ein gesunder Geist.

Dem Wunsch, endlich wieder in die Lieblingssachen von früher zu passen, können sich allerdings auch kontraproduktive Einstellungen in den Weg stellen. Frauen in den höheren Semestern denken vielleicht, dass sie in ihrem Alter eh nichts mehr an ihrer Figur ändern können. Anderen sträuben sich nur bei dem Gedanken an ein Fitnessstudio die Nackenhaare, weil sie schon in der Schule Sport gehasst haben. Wieder andere Frauen haben ein großes Bedürfnis nach Nähe und opfern sich ganz und gar für die Familie auf, ohne auf ihr eigenes Wohlergehen zu achten.

Werden Sie sich Ihrer Bedürfnisse bewusst

In der ersten Phase kann es also sein, dass wir uns unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche noch nicht richtig bewusst sind. Oder wir können unsere Wünsche eigentlich klar benennen, sind aber aus für uns unerfindlichen Gründen nicht in der Lage, sie in die Realität umzusetzen.

Somit steht am Anfang des Rubikon-Modells das Bewusstmachen des eigenen Themas und der intensiven Auseinandersetzung mit unserem Ziel. Denn je mehr wir uns über unsere Bedürfnisse, Sehnsüchte und Hoffnungen bewusst werden, die wir mit dem Erreichen unserer Wunschfigur verknüpfen, desto besser ist unser Abnehmziel mit unserer Persönlichkeit verbunden und desto stärker fühlen wir uns dazu verpflichtet, dieses Ziel trotz aller Widerstände und Rückschläge zu erreichen.

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2. Phase Vom Abwägen zum Mottoziel

Ob privat oder beruflich, zeitnah oder langfristig - wir verfolgen stets mehrere Ziele gleichzeitig, hinter denen wiederum vielfältige Bedürfnisse, Wünsche, Hoffnungen, Werte und Vorstellungen stehen. Diese wie auch unsere anderen Ziele können miteinander harmonieren oder in Konflikt zueinander stehen.

Zum Beispiel wollen wir gern abnehmen, gleichzeitig aber auch für unsere Kinder da sein, den Haushalt schmeißen, uns weiterbilden, unseren Garten pflegen, mit Freunden ausgehen, romantische Stunden mit unserem Partner verbringen oder nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach nur entspannen.

All diese Wünsche haben ihre Berechtigung, wir können sie jedoch selten gleichzeitig verwirklichen. Bevor wir also den Entschluss fassen, uns in den nächsten Wochen und Monaten um unsere Traumfigur zu kümmern, machen wir uns über die möglichen Vor- und Nachteile Gedanken, die unsere Entscheidung mit sich bringen würden.

So wird aus Ihrem Wunsch ein Entschluss

Entscheidungen treffen

  • Abwägen
  • Bauchgefühl wahrnehmen
  • ggf. Neubewertung von Besorgnis und Zweifel auslösenden Gedanken und Vorstellungen
  • Nachteile akzeptieren
  • Prioritäten setzen

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl

Um die fortwährende Analyse der Vor- und Nachteile, von Kosten und Nutzen zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen, sollte man nicht nur, sondern muss man sogar auf seinen Bauch hören. Denn für die Entscheidungsfindung spielen Gefühle eine genauso wichtige Rolle wie die Vernunft. Jeder hat das schon einmal am eigenen Leib erfahren: Wenn wir eine Idee oder einen Vorschlag zum ersten Mal hören, regt sich in uns ein gutes oder schlechtes Gefühl.

Dieses unmittelbare Körpersignal bezeichnet der Neurowissenschaftler António Rosa Damásio als somatischen Marker. Unter diesem Begriff versteht er eine Art biologisches Bewertungssystem, das von unserem limbischen System gesteuert wird und maßgeblich auf früheren Erfahrungen, aber auch auf verinnerlichten Werten und Einstellungen beruht.

Haben wir mit bestimmten Situationen gute Erfahrungen gemacht, so lösen ähnliche Situationen ein positives Gefühl in uns aus und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass wir sie künftig wieder aufsuchen oder sogar selbst Gelegenheiten dafür schaffen. Schlechte Erfahrungen mit Dingen und Situationen rufen dagegen negative Gefühle hervor, sodass wir sie eher meiden.

Dieser Bewertungsprozess läuft meist unbewusst ab; wir können also nicht immer klar sagen, warum uns etwas abstößt oder anzieht. Aber wir nehmen die Körpersignale deutlich wahr, etwa als warmes Gefühl oder Kribbeln im Bauch und auf unserem Gesicht zeigt sich ein zufriedenes Lächeln.

Unser Gehirn nimmt sozusagen eine Abkürzung über unser Bauchgefühl, um neue Erfahrungen einzuordnen und zu bewerten. Da sich unsere somatische Marker auch dann melden, wenn wir uns Dinge oder Situationen nur vorstellen, können wir bei der Entscheidungsfindung bewusst auf unsere Körpersignale achten.

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Neue Sichtweise auf die Dinge

Manche Frauen werden von Besorgnis und Zweifel auslösenden Gedanken und Vorstellungen geplagt, die Sie von der Verfolgung ihres Ziels abhalten. Dabei reicht schon eine andere Sichtweise und Bewertung dieser Gedanken, um wieder voll und ganz hinter Ihrem Ziel zu stehen.

Ihr Ziel abzunehmen muss beispielsweise nicht darauf gerichtet sein, die Modellmaße von Heidi Klum zu erreichen. Eine klar definierte Silhouette sieht genauso attraktiv und obendrein viel gesünder aus. Auch die Vorstellung, nur mit viel Sport und aufwändigen Rezepten ließe sich die Wunschfigur erreichen, kann Sie angesichts der vielen Alltagsverpflichtungen daran hindern, überhaupt den ersten Schritt zu machen.

Dabei zeigen wir Ihnen in unseren Formel 4 Fitnessstudios, dass genau das nicht der Fall ist. Wir haben ein effektives Zirkeltraining für Sie entwickelt, dass nur 35 Minuten dauert. Außerdem erfahren Sie in unseren Abnehm- und Ernährungsseminaren, wie Sie in Handumdrehen ein gesundes Frühstück, ein vollwertiges Mittagessen und ein eiweißreiches Abendbrot gestalten.

Unterhalten Sie sich am besten mit Ihrer Familie, mit Freunden und Bekannten darüber, um eine neue Perspektive auf die Dinge zu bekommen.

Vermeintliche Nachteile akzeptieren

Wieder andere verbinden mit ihrem Abnehmziel vermeintliche Nachteile und kommen deswegen nicht ins Tun. Zum Beispiel möchten sie ungern auf den 14-tägigen Jahresurlaub verzichten, obwohl sie das Geld in den Besuch eines Fitnessstudios investieren könnten, um sich mit der erreichten Wunschfigur 365 Tage im Jahr pudelwohl zu fühlen.

Andere Frauen glauben, dass sie wegen der Betreuung ihrer Kinder keine Zeit für Sport hätten, dabei kann man seine Freizeit auch mit Kindern aktiv gestalten und Joggen, Wandern, Schwimmen oder Eislaufen gehen.
Machen Sie sich bewusst, dass Sie keine falschen Entscheidungen treffen können. Denn bekanntlich hat alles seine gute und seine schlechte Seite – und man kann lernen, mit den negativen Seiten umzugehen.

Prioritäten setzen

Nach all den reiflichen Überlegungen und der Bauchbefragung sollten Sie sich die Zeit nehmen und überlegen, was Ihnen momentan alles in Ihrem Leben am wichtigsten ist und welchen Stellenwert das Abnehmen dabei einnimmt. Wollen Sie Ihre Traumfigur erreichen, dann ist das Ihr persönliches Thema für die nächsten Wochen und Monate.

Formulieren Sie Ihr Mottoziel

Am Ende der Entscheidungsfindung stehen zunächst ein allgemeines Mottoziel und der Entschluss, dieses in die Tat umzusetzen. Es geht an dieser Stelle nicht darum, sich ein konkretes und klar definiertes Ziel zu setzen, das man bis zu einem bestimmten Tag erreicht haben will.

Vielmehr gilt es eine Zielformulierung zu finden, die mit ihrer Persönlichkeit verknüpft ist, ihre Haltung wiederspiegelt und sie emotional anspricht. Wie eine Art Leitspruch soll das Mottoziel Sie künftig begleiten, Sie auf Ihr Ziel einstimmen und ihre tagtäglichen Entscheidungen auf eben dieses Ziel ausrichten.

Dazu sollten Sie ein realistisches und für Sie erreichbares Mottoziel wählen, dass Sie zu 100 Prozent selbst umsetzen können. Finden Sie eine positive Formulierung, die den gewünschten Zustand benennt, dem Sie sich annähern wollen. Ihr Mottoziel sollte weiterhin mit „Ich“ beginnen und in Präsens formuliert sein, damit es Ihre Konzentration auf die Gegenwart lenkt. Verwenden Sie dabei ruhig eine bildhafte Sprache, die in Ihnen gute Gefühle weckt. Hier zwei Beispiele für Ihre Inspiration:

Ich genieße die Freiheit in Kleidergröße 40!

Ich tanze mit schöner Figur gesund durchs Leben!

Für die Formulierung Ihres Mottoziels können Sie sich ruhig etwas Zeit nehmen und Ihre Einfälle immer wieder anpassen. Sobald Sie eine finale Version haben, prägen Sie sich Ihr Mottoziel gut ein. Schreiben Sie es auf einen Zettel und hängen Sie es in Ihrer Wohnung so auf, dass Sie es jeden Tag sehen.

Vielleicht finden Sie auch ein schönes passendes Bild zu Ihrem Mottoziel, das Ihre damit verbundenen Gefühle zum Ausdruck bringt. Denn Bilder sprechen uns emotional sehr stark an und stellen somit einen direkten Draht zu unserem wegweisenden Mottoziel dar. Warum das aus neurowissenscchaftlicher Sicht für das Erreichen unseres Ziels so wichtig ist, verraten wir im nächsten Beitrag.

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