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Entspannung

Mehr Zeit für mich im Alltag finden

Frauen von heute wollen ihr eigenes Geld verdienen, eine liebevolle Mutter sein, ab und an eine paar romantische Stunden mit ihrem Partner verbringen, einen Mädelsabend genießen oder einfach nur etwas Zeit für sich haben. Gerade diese kleinen Auszeiten sind wichtig, um neue Energie für die alltäglichen Aufgaben zu tanken. Dennoch kommen sie oft zu kurz. Lesen Sie daher unsere Ideen, wie Sie selbst im hektischen Alltag kleine Auszeiten schaffen.

Woran Sie merken, dass Sie Zeit für sich brauchen

  • Sie vernachlässigen sich.
  • Sie sind schnell gereizt, wenn etwas nicht wie geplant läuft.
  • Sie haben keine Geduld mehr für Ihre Kinder.
  • Sie können auch in ruhigen Stunden nicht abschalten.

Auszeit = Etwas tun, das mir gut tut

Manche Frauen sind so sehr in Ihrem Pflichtbewusstsein gefangen, dass sie selbst nicht wissen, was ihnen gut tut. Dann hilft nur eins: Probieren Sie sich aus und lernen Sie sich selber besser kennen!

  • Brauchen Sie eher Ruhe oder wollen Sie sich bewegen?
  • Können Sie besser beim Laufen oder Schwimmen abschalten oder suchen Sie das aktionreiche Abenteuer einer Mountainbike-Tour?
  • Wollen Sie Leute um sich haben oder lieber allein etwas unternehmen

Überlegen Sie, was Sie gerne mal machen würden. Wenn Ihnen nichts einfällt, dann blättern Sie das Heft der nächstgelegenen Volkshochschule durch und streichen Sie die Kurse an, die Ihre Neugier wecken. Singen, Aquarellmalen, Töpfern oder Spanisch lernen? Es gibt viele Möglichkeiten für sinnstiftende Freizeitbeschäftigungen. Probieren Sie eine nach der anderen aus und wenn Sie ein Hobby gefunden haben, dass Ihnen gefällt, dann bleiben Sie dabei.

Eine Stunde vor dem Nachwuchs aufstehen

Begeisterte Frühaufsteher können eine halbe bis eine Stunde vor ihrem Nachwuchs aufstehen und z.B. Pilates- oder Yoga-Übungen praktizieren oder in Ruhe meditieren. Die erste Stunde des Tages können Sie auch nutzen, um sich in aller Ruhe zu pflegen und zu schminken, sich weiterzubilden oder etwas zu lesen, das Sie schon immer brennend interessiert hat.

Laufen Sie dagegen morgens eher ferngesteuert durch die Gegend und brauchen eine Weile, um in Schwung zu kommen? Dann ist das für Sie vielleicht die beste Zeit, um ein paar Dinge im Haushalt zu erledigen, wie etwa Abwaschen, Aufräumen oder Wäsche waschen. Die Handgriffe sind so routiniert, dass Sie sie auch im Halbschlaf erledigen können und am Abend bleibt Ihnen mehr zusammenhängende Zeit z.B. für ein kreatives Hobby.

Ein kindfreier Abend nur für Sie

Gerade berufstätige Mütter, die auch noch einen Großteil des Haushaltes allein schmeißen, haben oft das Gefühl, das der Tag nur so rennt und die Zeit hinten und vorne nicht reicht. Am Abend, wenn die Kinder dann endlich friedlich in ihren Bettchen schlafen, sind sie oft zu erschöpft, um sich selbst noch etwas Gutes zu tun. Am besten vereinbaren Sie mit Ihrem Partner einen kindfreien Abend pro Woche, an dem er auf die Kleinen aufpasst und Sie etwas tun, worauf Sie Lust haben, sei es ein Treffen mit einer lieben Freundin, ein Volkshochschulkurs, ein Besuch in einer Beauty-Lounge oder im Formel4-Studio.

Auszeiten für Reflexion

Um neue Energie zu tanken, braucht es nicht immer Entspannungsbäder und schöne Erlebnisse, die einem den Alltag vergessen lassen. Stattdessen bringen uns von Zeit zu Zeit auch Phasen der Reflexion weiter.

  • Machen Sie sich etwa einmal pro Tag oder Woche bewusst, was in der letzten Zeit alles gut lief und was nicht.
  • Was können Sie im letzteren Fall anders machen, damit Sie mit dem Ergebnis zufriedener sind?
  • Wo gibt es Probleme und was könnten Sie zu ihrer Lösung beitragen?
  • Was möchten Sie gern verbessern und wie

Auszeiten, in denen Sie sich konstruktiv mit sich selbst, Ihrer Situation und Ihren Beziehungen zu anderen Menschen auseinandersetzen, stellen eine wahre Kraftquelle dar. Denn dadurch lernen Sie sich selbst besser kennen und Sie erleben sich gleichzeitig als selbstbestimmt. Frei nach dem Motto: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ (Aristoteles Zitat) Zudem erweitern Sie Ihren Horizont mit neuen Ansichten, Ideen und Denkweisen und gewinnen so mehr Flexibilität bei Ihren tagtäglichen Entscheidungen.

Abschalten und erholen

Selbst wenn Sie für sich etwas Zeit freischaufeln konnten, können Sie nicht abschalten und sind mit den Gedanken immer bei dem, was Sie noch alles erledigen müssen? Oder Sie versinken ständig ins Grübeln, ohne wirklich zu einem Ergebnis zu kommen?

Manchen hilft in diesem Fall z.B. Pilates und Meditation, um im hier und jetzt anzukommen. Andere wählen lieber eine Sportart, die Ihre ganze Konzentration fordert, wie etwa Ballsportarten oder Kampfsport. Auch beim Besuch im Formel4-Fitnessstudio vergessen Sie den Alltag und Sie bekommen wieder ein besseres Gefühl für Ihren Körper und Ihre Bedürfnisse. Zudem lernen Sie nette Mitstreiterinnen kennen und bekommen von unseren Trainerinnen neue Anregungen und Inspirationen in Sachen Ernährung und Bewegung mit auf dem Weg.

Lassen Sie sich Zeit schenken

Gerade in der Elternzeit ist das Geld knapp und viele können sich eine Kinderbetreuung nicht leisten, um wenigstens einmal im Monat, einen kindfreien Abend mit dem Partner oder mit den Freunden genießen zu können. Wohnen Großeltern und Verwandte nicht in der Nähe, dann sind eben die Freunde gefragt.

  • Wünschen Sie sich daher zur Geburt oder zu Ihrem Geburtstag einmal einen Babysitter-Abend von Ihren besten Freunden. Auch ohne besonderen Anlass können Sie Ihre Freunde einfach mal darauf ansprechen, ob sie dazu bereit wären, auf ihre Kleinen aufzupassen. Im Gegenzug können Sie für Ihre Freunde mal etwas leckeres Kochen.
  • Überlegen Sie, wer in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis sonst noch auf Ihre kleinen Zwerge aufpassen könnte, beispielsweise andere befreundete Mütter, nette Kolleginnen oder Nachbarn, mit denen Sie in Kontakt stehen und denen Sie vertrauen.
  • In vielen Städten gibt es außerdem „Leihomas“, also ehrenamtlich tätige Betreuerinnen, die gern zeitweise auf kleine Kinder aufpassen. In Dresden bietet beispielsweise der Frauenförderwerk Dresden e.V. diesen Betreuungsservice an. Insbesondere Alleinerziehende gewinnen so die Möglichkeit, sich ohne schlechtes Gewissen etwas Zeit für sich zu nehmen.

Das 1x1 des Zeitmanagements für berufstätige Muttis

Setzen Sie Prioritäten!

Welchen Stellenwert haben Beruf, Familie, Freunde, Ehrenamt, Sport und andere Hobbys in Ihrem Leben? Was ist Ihnen wichtig und woraus ziehen Sie den größten Nutzen? Ihre persönlichen Antworten auf diese grundlegenden Fragen geben Ihnen Orientierung und helfen Ihnen bei der Entscheidung, auf was Sie sich in Ihrer knapp bemessenen Zeit konzentrieren wollen.

Planen Sie Ihre Zeit!

Das Leben mit Kindern ist zuweilen chaotisch und wegen viele Unbekannten nicht immer vorhersehbar oder berechenbar. Um dennoch Frau der Lage zu sein, hilft eine wöchentliche und monatliche Zeitplanung.

1. Aufgaben und Wünsche notieren

  • Halten Sie schriftlich fest, was Sie gern einmal unternehmen wollen (z.B. Candle-Light-Dinner mit dem Partner, Sommerkleid nähen, Besuch im Thermalbad, Konzertbesuch, Freundin treffen, etc.)
  • Schreiben Sie eine Liste mit allen Aufgaben, die Sie immer wieder erledigen. (z.B. Einkaufen, Essen kochen, Wäsche waschen, Kind von der Kita abholen, etc.)
  • Notieren Sie außerdem alle einmaligen Aufgaben, die in dieser Woche bzw. in diesem Monat erledigt werden müssen (z.B. Zahnarzttermin vereinbaren, Paket zurückschicken, Geburtstagsgeschenk für die Schulfreundin besorgen, etc.)

2. Prioritäten festlegen

  • Schreiben Sie hinter allen Aufgaben, wie lange diese in etwa dauern und ob diese
    • Wichtig oder weniger wichtig sind,
    • Dringend oder weniger dringend sind,
    • Ihnen Freude bereiten oder nicht.
  • Anschließend legen Sie die Priorität der einzelnen Aufgaben mit einem Wert zwischen 1 (höchste Priorität) und 5 (nicht wichtig & nicht dringend) fest.
  • Vermerken Sie außerdem, welche Aufgaben Ihr Partner oder Ihre älteren Kinder übernehmen könnten. Wer aus Ihrem Familien- und Freundeskreis kann Ihnen sonst noch helfen?

3. Stundenplan für die Woche erstellen

  • Markieren Sie in unterschiedlichen Farben die Stunden in der Woche, die Sie gemeinsam mit Ihren Kindern verbringen, die kindfreie Zeit mit Ihrem Partner und die Stunden, die Sie für sich reservieren.
  • Stellen Sie sich für die Aufteilung der Aufgaben in den wöchentlichen Stundenplan folgende Fragen:
    • Welche Aufgaben erledigen Sie in der Zeit mit Kind?
    • Welche Aufgaben können Sie erledigen, während sich Ihr Kind mit sich selbst beschäftigt oder mit Freunden spielt.
    • Welche Aufgaben können Sie bündeln? (Wocheneinkauf statt täglicher Einkauf, Essen für die Woche vorkochen und einfrieren, E-Mails nur mittags und am Abend lesen, etc.)
    • Welche kleinen Aufgaben können Sie innerhalb einer halben Stunde nacheinander erledigen? (z.B. Katzenklo sauber machen, Schuhe putzen, Arzttermin vereinbaren, Pflanzen gießen, etc.).

4. Stundenplan auswerten

Eine gute Vor- und Nachbereitung erleichtert die Arbeit ungemein. Das gilt auch für die Zeitplanung. Vernachlässigen Sie daher die Auswertung Ihrer Zeitplanung nicht! Denn nur so lernen Sie dazu und werden in Sachen Zeitmanagement immer besser.

  • Was von dem, was Sie sich vorgenommen haben, konnten Sie in der vergangenen Woche erledigen? 
  • Was hat gut geklappt? Was nicht und warum?
  • Haben Sie sich zu viel vorgenommen?
  • Welche Aufgaben rauben Ihnen Energie, welche bereiten Ihnen Freude?
  • Welche Aufgaben können Sie vereinfachen, an andere abgeben oder streichen?
  • Welche lästigen Aufgaben können Sie angenehm gestalten (z.B. Lieblingsmusik hören, die ganze Familie räumt zur gleichen Zeit die Wohnung auf, etc. )
  • Haben sich die Prioritäten einzelner Aufgaben geändert?

Weniger ist mehr!

Sie sind ein wahrer Tausendsasa und würden am liebsten jedes Ihrer Talente nachgehen? Ob Sport, Kunst oder ehrenamtliches Engagement - Suchen Sie sich lieber eins, zwei Hobbys aus, die Ihnen wirklich am Herzen liegen und verfolgen Sie diese. So können Sie Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten besser verfeinern und gewinnen immer wieder Freude aus Ihrer sinnstiftenden Tätigkeit.

Schrauben Sie Ihre Ansprüche herunter!

Das fängt schon im Kleinen an: Muss wirklich jeden Abend nach der letzten Mahlzeit das Geschirr gespült werden oder die Wohnung jede Woche auf Hochglanz poliert sein? Oft sind es die eigenen Ansprüche oder unreflektiert übernommene Idealvorstellungen, die uns daran hindern, Zeit für uns zu nehmen. Gerade im Haushalt ist das Nötigste oftmals gut genug, auch wenn es nicht perfekt ist.

Lösen Sie sich von inneren Blockaden!

Noch heute stehen für viele Frauen die Kinder und der Partner an erster Stelle. Andere sind ehrgeizig und wollen die Karriereleiter hinaufsteigen, wieder andere arbeiten rund um die Uhr aus Angst, ihren Job zu verlieren. Die wenige freie Zeit, die ihnen bleibt, wollen sie dann mit ihrer Familie verbringen. Für Erholung bleibt da keine Zeit. Dabei brauchen gerade Frauen, die sich für Familie und Beruf aufopfern, regelmäßige Auszeiten. Denn wer die eigenen Wünsche und Bedürfnisse über längere Zeit ignoriert, nimmt sie irgendwann gar nicht mehr wahr und wird sich früher oder später erschöpft und ausgebrannt fühlen.

Setzen Sie daher sich selbst und Ihre Gesundheit an oberste Stelle! Nehmen Sie sich außerdem die Zeit und hinterfragen Sie Ihre Idealvorstellungen, Glaubenssätze und Ängste, die ihr Handeln bestimmen und Sie daran hindern, sich Zeit für sich zu gönnen. Sprechen Sie am besten auch mit Freunden und Ihrer Familie darüber. Auf diese Weise lernen Sie andere Sichtweisen kennen und können für sich selbst eine entspannte Haltung zu Arbeit, Partner, Kinder und Co. finden.

Gesunder Egoismus ist wichtig!

Eben weil Frauen sich mehr um andere kümmern, nehmen sie die Bedürfnisse ihrer Kinder und Ihres Partners oft stärker wahr als ihre eigenen. Setzen Sie sich daher mit Ihren eigenen Bedürfnissen auseinander. Wie wichtig sind Ihnen Anerkennung, Sicherheit, Autonomie und Bindung? Statt sich auf andere zu konzentrieren, sollten Sie lernen, wieder mehr in sich selbst hineinzuhorchen und Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche erkunden. Denn jeder ist in dieser Hinsicht anders gestrickt und muss seine eigenen Antworten auf diese Fragen finden.

Bildnachweis:
Reif für die Insel © Janina Dierks - Fotolia.com
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Großmutter mit Kindern © FamVeld - shutterstock.com
Multi-Tasking-Frau © Trueffelpix - Fotolia.com

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