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Was Faszien sind und wie Sie Ihr Bindegewebe stärken

Seit einiger Zeit bekommt das Bindegewebe wieder mehr mediale Aufmerksamkeit – jedoch ist statt von Bindegewebe nun von Faszien die Rede. Hinter der neuen Bezeichnung verbirgt sich eine veränderte Sichtweise auf ein wenig erforschtes Gewebe. Was Faszien sind, welche Aufgaben sie haben, warum sie verkleben und wie Sie Ihre Beweglichkeit zurück erlangen und Ihr Bindegewebe stärken, das alles verrät Ihnen unser neuster Formel 4 Fitness Beitrag.

Was ist das Bindegewebe, was sind Faszien? Welche Aufgaben haben sie?

Das unter der Haut liegende Bindegewebe ist nur ein Teil des riesigen Fasziennetzes in unserem Körper. Denn Faszien sind im gesamten Körper verteilt:

  • Die oberflächlichen Faszien - besser bekannt als Bindegewebe - befinden sich unmittelbar unter der Haut und dienen als schützender Puffer gegen Kälte und Stöße von außen. Es zeichnet sich durch seine sehr gute Dehnungsfähigkeit aus, speichert viel Wasser und ist mit dem Fettgewebe verbunden.
  • Tiefere Faszien umschließen derweil sämtliche Muskeln, Organe, Knochen und Gelenke wie eine elastische Haut, die sie voneinander trennt und gleichzeitig miteinander verbindet. Hierzu zählen auch Gehirnhaut, Bauchfell sowie Sehnen und Bänder, welche die Muskelkraft auf andere Körperbereiche übertragen. Tiefer liegende Faszien sind zudem von Lymphgefäßen und sympathischen Nervenendigungen durchzogen und fungieren damit quasi als Sinnesorgan für unsere Körperwahrnehmung und unsere Bewegungskoordination.
  • Viszerale Faszien umhüllen die Organe sogar in einer doppelten Schicht und sorgen dafür, dass diese an ihrem jeweiligen Platz im Körper eingebettet sind.

Das aus Kollagenen, Klebstoffen und Wasser bestehende und wenige Millimeter dünne Fasziengewebe zeichnet sich durch seine elastische Spannkraft und Gleitfähigkeit aus. So kann es sich an die Bewegungen der Muskeln anpassen und die Organe z.B. beim Atmen oder während der Schwangerschaft geschmeidig aneinander entlanggleiten lassen. Auf diese Weise trägt das Fasziennetz einen großen Teil zur Stabilität und Beweglichkeit des Körpers bei.

Warum haben Frauen Cellulite und Männer nicht?

Das Frauen Cellulite haben und Männer nicht, hat mehrere Ursachen. Zum einen liegen die Fettdepots in unterschiedlichen Körperbereichen: bei der Frau verteilen sie sich vor allem an den Oberschenkeln, der Hüfte und am Bauch, während sie sich beim Mann hauptsächlich auf den Bauch konzentrieren.

Zum anderen ist das Bindegewebe von Männern eher netzartig aufgebaut, während das der Frauen eher eine Parallelstruktur aufweist, bei dem die Fettkammern deutlicher hervortreten können. Die Netzstruktur ermöglicht dagegen eine gleichmäßige Ausdehnung in alle Richtungen und hält das Fettgewebe besser in Schach.

Nicht zuletzt tritt die Cellulite bei Frauen auch deswegen deutlicher zutage, weil die weibliche Haut deutlich dünner ist als die männliche.

Woher kommt schwaches Bindegewebe?

Die Struktur und Zusammensetzung des Binde- bzw. Fasziengewebes wird einerseits von den genetischen Erbanlangen der Eltern bestimmt, andererseits von den weiblichen Sexualhormonen Östrogen und Progesteron beeinflusst. Besonders während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren wird das weibliche Bindegewebe schwächer, was sich mit zunehmenden Alter fortsetzt. Schließlich entscheiden auch unser Lebensstil und unsere Ernährungsweise darüber, ob wir ein schwaches oder ein starkes Bindegewebe haben.

Warum verklebt das Bindegewebe und was bewirken verklebte Faszien?

Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, einseitige Körperbelastungen oder Schonhaltungen führen auf Dauer zu vielen gesundheitlichen Problemen und auch unseren Faszien bekommt das nicht gut. Denn die verschiedenen Schichten des Fasziengewebes verkleben und verhärten sich und schränken dadurch zunehmend die Beweglichkeit des Menschen ein - Gelenk-, Rücken- und Nackenschmerzen können die Folge sein.

Zudem wird der Alterungsprozess der Organe beschleunigt. Denn die verfilzten und verkürzten Faszien erschweren es den Organen, über das Lymphsystem Nährstoffe aufzunehmen und Abbauprodukte abzuführen. Auch wird die Sauerstoffversorgung der Organe durch eine verschlechterte Blutzufuhr beeinträchtigt.

Welche Ernährung hilft bei schwachem Bindegewebe?

Ein Hauptbestandteil des Bindegewebes bzw. der oberflächlichen Faszien in der Unterhaut ist Wasser. Trinken Sie also mindestens 2 Liter Wasser pro Tag, damit das Bindegewebe mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird. Am besten eignen sich Tees und Mineralwasser ohne Kohlensäure.

Weiterhin besteht das Bindegewebe aus dem strukturbildenden Protein Kollagen. Eine eiweißreiche Kost zum Mittagessen und Abendbrot fördert daher den Muskelaufbau und die Erneuerung des Bindegewebes. Zusätzlich sollte man auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C achten, da dieses an der Herstellung von Kollagen beteiligt ist.

Schließlich empfiehlt es sich, auf eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement Zink zu achten. Denn Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und damit bei der Erneuerung der Haut und des Bindegewebes.

Was kann ich noch für ein strafferes Bindegewebe tun?

Muskeltraining

Ein ganzkörperliches Muskelaufbautraining wie beim Formel-4-Training bewirkt sozusagen eine Straffung des Bindegewebes von unten her. Denn zum einen wird beim Krafttraining das Fasziengewebe bewegt, was die Muskeln wie eine zweite Haut umhüllt. Zum anderen werden die Faszien etwas mehr gestrafft, sobald Muskelmasse auf- und Fettgewebe abgebaut wurden.

Warm-Kalte-Wechselduschen und Sauna

Warm-Kalte-Wechselduschen fördern die Durchblutung der Haut und des Bindegewebes und stärken insgesamt das Herz-Kreislauf-System. Lassen Sie zunächst warmes Wasser über Arme und Beine fließen. Dabei beginnen sie zunächst mit den Händen bzw. Füßen und gehen dann mit der Brause langsam nach oben zum Oberkörper, wo sie mit Bauch, Rücken und Kopf fortfahren. Beim zweiten Durchgang gehen Sie genauso vor, nur diesmal mit kalten Wasser. Wiederholen Sie dieses Warm-Kalte-Wechselduschen vier bis fünf Mal täglich.

Als Alternative zum wechselwarmen Duschen bietet sich gerade im Herbst und Winter der Besuch in der Sauna mit anschließendem Abtauchen im Kaltwasserbecken an.

Basenbad

Ein Basenbadpulver enthält hauptsächlich Mineralien wie Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium, die den Körper vor einer Übersäuerung schützen, indem sie überschüssige Säuren neutralisieren. Zudem werden im Gewebe abgelagerte Schadstoffe aus dem Bindegewebe gelöst und über die Haut ausgeschieden. Nach dieser Entschlackung kann das Bindegewebe wieder mehr Wasser aufnehmen, wodurch sich seine Elastizität verbessert. Auch fühlt sich die Haut nach einem Basenbad gleich viel weicher an und wirkt allgemein gesünder.

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